09.10.2017 - Deep Wild West

Hach, hab ich gut geschlafen, erst um 7.45 Uhr werde ich wach. Alle anderen liegen noch im Land der Träume. Na, dann springe ich mal schnell unter die Dusche. Erst als ich fast fertig bin, kommt Bewegung in die Bude. Oh, es gibt nur noch 1 Stunde Frühstück - wie immer wirkt das Wunder und Alle kommen in Bewegung. Na gut, dann warte ich auf euch.
Um 8.30 Uhr machen wir uns auf zur Lobby. Außer uns sind um diese Uhrzeit nur noch 2 Männer hier. Herrlich ruhig nach dem Trubel der letzten Tage.
Das Fühstücksbuffett ist gar nicht mal schlecht. Es gibt neben gebackenem Ei, gebratenen Speck und sogar Bratkartoffeln - Melina strahlt. Wir backen uns frische Waffeln und probieren die verschiedenen Toppings aus. Habt ihr in die Waffeln schon mal Chocate Chips, Nüsse und bunte Streusel eingebacken? Nein? Solltet ihr probieren - schmeckt uns jedenfalls richtig lecker.
Der Mann vom Nachbartisch türmt sich seinen Teller mit gekochten Eiern voll und kippt dann eine riesige Ladung Puderzucker drüber. Ach du je, entweder ist der schwanger oder er dachte im Streuer ist Salz.
Um 9.20 Uhr checken wir aus und nehmen die I-10 weiter in Richtung Westen.
Mitten durchs Nichts. Links und rechts der Straße erstreckt sich eine wüstenähnliche Landschaft aus Staub und Kakteen.
Auf unserer rechten Seite verlaufen endlose Bahnschienen, auf denen uns tatsächlich gelegentlich ein Zug entgegen kommt. Gezogen wird dieser immer von gleich 3-4 Loks - vermutlich um die 100e von anhängenden Wagons gezogen zu bekommen - Wahnsinn, wie lang die hier sind.
Irgendwann schlafe ich tatsächlich noch etwas ein. Erst als wir um kurz vor 11 Uhr hinter der Grenze von Arizona zum tanken halten, werde ich wieder wach. Hach, das war doch mal schön!.
Für 2,49 $ die Gallone tanken wir unser Auto voll. Die Mädels putzen mit Feuereifer sämtliche Fenster mit dem bereitstehenden Wasser. Warum nur hab ich das Gefühl, dass es jetzt noch mehr verschmiert ist wie vorher? Markus kippt etwas vom Fensterreiniger aus dem Walmart über die Fenster damit wir wieder freie Sicht haben. Das blaue Zeugs ist wirklich richtig gut!
Oh, die Uhr ist 1 Stunde zurückgesprungen, vermutlich haben wir mal wieder eine Zeitgrenze überquert. Das kann bei dem langen Tage heute auf jeden Fall mal nicht schaden.
Mittlerweile hat die Landschaft gewechselt und wir fahren an vielen Pistazienplantagen vorbei. Hm, verstehe ich nicht, wenn das Zeugs hier angebaut wird, warum ist das denn dann so teuer?
Wieder ist es kurz vor 11 Uhr als wir bei Willcox vom Highway abfahren. Eigentlich ist das ein Städtchen, dass aus mehreren Western bekannt ist aber von Western ist man hier meilenweit entfernt.
Ein total verschlafenes Nest mit einer Hauptstraße voller Ramschläden erwartet uns. Das einzigst noch halbwegs interessante ist der alte Eisenbahnwagon, der zu einem Diner umgebaut wurde.
Nach diesem Nest kommt wieder das Nichts und davon so weit wie das Auge blicken kann.
Die Anfahrt zum Chiricahua Nationam Monument zieht sich wirklich wie Kaugummi. Eine halbe Stunde später sind wir zum Glück endlich da.

Nach der üblichen Parkschildfotosession fahren wir zuerst zum Visitorcenter durch. Das Visitorcenter ist richtig gut besucht, hätte ich gar nicht gedacht so abgelegen wie das hier ist.
Mitten auf dem Parkplatz lässt sich ein großer Schmetterling von der Sonne wärmen. Oh, ist der schön bunt! Er scheint Trubel gewöhnt zu sein, denn er lässt sich von uns überhaupt nicht stören.

Markus stürmt schon das Visitor Center, mal wieder auf der Pirsch nach seinem Stempel. Melina entdeckt in der Zwischenzeit einen Magnet, der nur auf sie gewartet hat.
Wir schauen uns noch die Ausstellung an und erfahren, dass hier alles Apachenland war bevor die Siedler kamen.
So, jetzt noch schnell auf die wirklich sauberen Toiletten, dann wird es Zeit, dass wir mal etwas den Park erkunden.
Über den Bonita Canyon Drive fahren wir immer Richtung Massai Point am anderen Ende des Parks.
Der Park macht einen idyllisch, verschlafenen Eindruck. Die schmale Parkstraße ist dicht von hohen Nadel-und Laubbäumen eingerahmt. Dahinter erstrecken sich hohe Steinsäulen in den Himmel.

Überall wird vor fallenden Röcken gewarnt, gut, dass wir sowas nicht anhaben!
Die Straße schraubt sich eng am Berg nach oben bis zum höchsten Punkt im Park.
Als wir am Massei Point auf 2094 m Höhe aussteigen, reißt uns der Wind die Tür aus der Hand. Boah, diese Sturmböen nerven.
Wir genießen als erstes mal die tolle Aussicht von hier oben. Hinter dem Sulphur Springs Valley erstreckt sich die Bergkette der Dragoon Mountains. Mitten in dieser Bergkette war das Cochise Stronghold also das frühere Versteck der Chiricahua Apachen.

Wir laufen ein Stück den Massei Nature Trail entlang und blicken immer wieder ins Tal mit den Pinnacles - wirklich schön hier. Ganz hinten zwischen den Steinsäulen entdecken wir sogar einen kleinen Arch.
Wenn nur dieser nervige Wind nicht wäre, der ist teilweise so stark, dass er uns den Atem nimmt.

Oh, da oben ist eine Hütte, was gibt es denn da zu sehen?
Wir schieben uns über das lose Geröll den Berg nach oben, vielleicht kann man da ja reingehen?

Der Wind peitscht uns die Haare um die Ohren und oben angekommen, bekommen wir nur mit Mühe die Tür zum Haus geöffnet. Wahnsinn, wo kommen denn diese Böen nur her? Hach, hier im Haus ist es herrlich windstill - diese Ruhe! Es gibt leider nichts besonderes zu sehen nur viele Schautafeln, die nochmal die Umgebung und die Geschichte des Parks erzählen.
Meinem Mann scheint die Höhe hier nicht zu bekommen, er tanzt von einem Bein aufs andere - fast so wie Rumpelstilzchen ums Feuer! Ich hoffe nicht, dass das ansteckend ist!
Nachdem der Sturm leider nicht aufhört, gehen wir wieder zum Auto zurück, so macht das alles nicht so viel Spaß. Als ich noch schnell das Schild vom Massei Point fotografieren will, entdeckt Melina noch eine große schwarze Eidechse, die sich auf einem Stein sonnt.

Auch auf der anderen Seite des Massei Nature Trails schauen wir noch kurz die Aussicht an bevor wir zurück ins windgeschützte Auto flüchten.
Auf dem Rückweg halten wir noch einmal auf dem Parkplatz des Echo Canyon. Ich laufe mit den Mädels bis zur Abbruchkante aber die Aussicht von oben ist auf jeden Fall schöner.
Hier den Echo Canyon Trail wäre ich wirklich gerne gelaufen aber bei den Sturmböen ist mir daran definitiv die Lust vergangen. Na ja, es muss ja auch einen Grund zum Wiederkommen geben.
Der Weg zurück aus dem Park kommt uns endlos lang vor. Gelegentlich hält Markus nochmal für mich an, damit ich ein paar Fotos machen kann. Aber so richtig haut es uns hier unten nicht vom Hocker. Wahrscheinlich muss man den Park erwandern, damit er sich einem erschließt denn die Bilder, die ich im Netz von den diversen Trails gesehen habe, waren wirklich klasse.
Aber heute ist es dafür ohnehin schon zu spät und wir wollen uns auf jeden Fall noch Tombstone ansehen.
Die Strecke führt uns durch unendliche Wiesensteppen - wie das wohl früher so war als hier noch die Indianer rumgeritten sind. Der Landstrich hier sieht auf jeden Fall genauso aus wie man sie so aus den diversen Western kennt.
Auf dem Highway 181 steht mal wieder eine Border Patrol am Straßenrand aber immerhin werden wir dieses Mal nicht angehalten. Das Markus sich heute morgen rasiert hat, hat wohl doch was genutzt.
Apropo Markus, der wibbelt schon die ganze Zeit hin und her und müsste mal dringenst austreten. Allerdings gibt es nirgends am Weg auch nur die Möglichkeit anzuhalten. Die letzten 20 min bis Tombstone ziehen sich so ewig für ihn hin.
Dafür gibts, endlich im Ort angekommen auch kein nerviges Rumgekurve nach einem Parkplatz. Er nimmt den Erstbesten - hat also manchmal doch was gutes wenn er dringend eine Toilette sucht!
Wir landen vorm historischen Gerichtsgebäude aus dem Jahr 1882. Markus flitzt nach drinnen und rennt an allen Angestellten vorbei ohne zu zahlen mitten ins Museum - der hat echt Nerven!

Wir Mädels schauen uns in der Zeit etwas in der Eingangshalle um. Im Nebenzimmer war das Büro von Wyatt Earp der bis 1929 hier der Sheriff war. An der Wand kann man seine Pistole und den originalen Sheriffstern bewundern. Wir werden gefragt ob wir uns auch die anderen Ausstellungsräume anschauen möchten - nö, wir wollen uns lieber noch das restliche Städtchen anschauen.
Endlich kommt Markus sichtlich erleichtert aus den hinteren Räumen zurück. So, es kann losgehen. Das Erste, dass uns hier auffällt - vom Sturm ist nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil, der Planet brennt und es ist ganz schön heiß!
Das Örtchen ist wirklich schnuckelig, mit vielen kleinen Lädchen im Westernstil. Um das ganze so weit wie möglich authentisch wirken zu lassen, sind auch die Straßen im Zentrum alle ungeteert. Gefällt uns wirklich gut. Wir spazieren zuerst zum O.K. Corral wo es in 1881 zur legendären Schießerei zwischen den Earp Brüdern und Doc Holiday auf der einen Seite und den Laury und Clanton Brüdern auf der anderen Seite gekommen ist.
Der Souvenirshop ist super sortiert und hat tolle Andenken. Ich nehme mir ein Holzschild von Billy The Kid und einen Tombstone Anstecker mit - wieder was Feines für meine Sammlung. Natürlich haben auch die Mädels mal wieder was zum Naschen gefunden - also gut, ich wil ja mal nicht so sein. Markus kauft sich ein neues Cappi, damit er heute keinen Sonnenbrand bekommt.
An der Kasse beschließen wir spontan, dass wir uns den Gunfight anschauen wollen. Mit 10$ pro Person sind wir dabei. Dafür erhalten wir Tickets fürs Theater, eine Zeitungsdruckerei, das Museum und den Gunfight - eigentlich ganz ok für das was geboten wird.

Da die Vorführung im Theater erst um 15 Uhr wieder stattfindet, haben wir noch 40 min Zeit. Wir bummeln etwas durch die Fußgängerzone und bestaunen die Auslagen der Läden. Die ganze Stadt ist ein lebendes Museum. Überall stehen Einheimische herum, die in orgineller Westernkleidung für irgendeinen Laden Werbung machen.

Markus ist begeistert und will unbedingt von überall Fotos haben. Auf dem Schotterweg kommt uns eine Postkutsche von Wells Fargo entgegen - jetzt fehlen nur noch ein paar Indianer, die um die Ecke reiten.

Auch die Geschäfte verkaufen allerhand Westernkram. Meine Schwägerin Annette wäre hier im Paradies - Cowboystiefel, Hüte, Chaps, Sättel - es gibt alles was das Cowboyherz begehrt.

Oh, so langsam müssen wir mal zurück, die Vorstellung beginnt in 10 min.
Wir kommen gerade rechtzeitig und wenn wir im Ort auch nur wenige Leute gesehen haben, ist es hier drin doch erstaunlich voll.
Erzählt wird die Geschichte von Tombstone aus einem Gemisch von Kinoleinwand und einer beweglichen Puppenbühne. Wirklich gar nicht schlecht gemacht und vor allem sehr informativ. Allerdings lohnt sich das nur für Personen, die gut Englisch verstehen. Meine Mädels bekommen trotzt Übersetzung meinerseits nicht ganz so viel mit. Die Vorstellung dauert eine knappe halbe Stunde. Anschliessend gehen wir direkt durch zum Museum und zum Gunfight. Wir kommen gerade pünktlich um noch ein schattiges Plätzchen auf der Bühne zu ergattern.
Neben uns sitzt eine Seniorin mit lilagefärbten Locken. Wir halten ein wenig Smalltalk und erfahren, dass sie in Florida wohnt aber wohl seit sie in Rente ist in den ganzen Staaten herumreist. Auf jeden Fall nicht das Schlechteste, dass man so machen kann!
Endlich geht es los. Die Vorstellung ist gar nicht mal so schlecht wie ich dachte. Das Publikum wird natürlich eingebunden und muss buhen sobald die Verbrecher kommen und jubeln wenn die Guten zu sehen sind. Die Mädels haben ihren Spaß und sind mit Feuereifer dabei.

Erzählt wird die Geschichte vom Untergang der Earp Dynastie, die durch die Schießerei mit den McLaury Brüdern endete. Die Pistolenschüsse hallen laut im Theater wider und wir zucken jedesmal zusammen. Nach der kurzweiligen Vorstellung stehen die Darsteller noch für Erinnerungsfotos bereit.

Natürlich schauen wir uns jetzt auch noch das Außenglände mit der Ausstellung an. Wir landen in dem Haus einer damaligen Prosituierten, die in diesen Hütten die Tricks ihres Faches lernten. Die Freundin von Doc Holiday, Big Nose Kate, eröffnete hier das erste Freudenhaus des Westens als die Prostitution noch legal war.
Die Mädels finden das Zimmer gruselig und flüchten ins Freie.
Eine nette, ältere Dame fragt ob ich ein Fotos mit den Mädels und mir zusammen haben möchte - ja klar will ich, denn von Markus ist weit und breit nichts zu sehen. So klettern wir alle gemeinsam auf den Kutschbock.

Anschließend machen wir noch Fotos von den Ställen und wollen dann lieber noch etwas durch die Straßen bummeln.
Die Geschäfte hier sind so richtig nach unserem Geschmack. Es gibt tolle Andenken, orginelle TShirts, allerhand Bilder aus Eisen und sogar Bilderrahmen - oh wie Fein! Endlich einen Ersatzrahmen für den Einkassiertem vom Zoll vor 2 Jahren. Ich schnappe mir den letzten der Rahmen mit einer großen Pistole an der Seite und lasse ihn gut in Luftpolsterfolie verpacken. Der muss schließlich in den Koffer - nochmal kommt der nicht ins Handgepäck!
Im Shop daneben kauft Markus sich einen silbernen Flachmann mit eingebautem Shotglas - sieht wirklich gut aus, so hat jeder ein schönes Erinnerungsstück.
Bester Laune spazieren wir zum Harley- Davidson Shop.

Wir schauen uns etwas um aber die Shirts sind uns alle viel zu bunt. Nebenan im Geschäft wird Eiscreme verkauft, die würden wir jetzt glatt mal probieren aber damit kommen wir in keinen der anderen Läden mehr rein daher verkneifen wir uns das.
Auf Höhe des Tombstone Hotels wechseln wir auf die andere Straßenseite.

Auf dieser Seite kommen wir an einem Fudge Laden vorbei aus dem es herrlich duftet. Wir schauen durchs Fenster und eine frendliche Angestellte winkt uns wir sollen doch hereinkommen. Na gut, bevor wir uns schlagen lassen - das riecht aber auch einfach zu gut. Drinnen wird uns Fudge zum probieren angeboten - hm, nö, der ist zu süß. Wir entdecken aber frisch gebrannte Mandeln und Cashewnüsse, die sogar noch warm sind. Genau das, was wir jetzt brauchen. Hmm, sind die aber lecker!
Futternd bummeln wir weiter und landen im Saloon von Big Nose Kate. Der Saloon ist der Hammer. Die dunkel getäfelten Wände, der Tresen und vor allem die Wand mit dem hinterleuchteten Mosaikglas sind einfach klasse. So wie das riecht, kann man hier bestimmt auch richtig gut essen. Wir begnügen uns heute einfach nur mit schauen.

Leider schließen die Geschäfte so nach und nach. Bei unserem nächsten Besuch hier, werden wir hier auf jeden Fall 1 Nacht mit einplanen und abends einem der Saloons einen ausgiebigeren Besuch abstatten. Wir sind am Abzweig der South Fourth Street angekommen. Hier haben wir eben im Vorbeigehen noch ein Schild am Ende gesehen, dass wir uns unbedingt noch anschauen wollen.

Außerdem stehen hier noch ein paar Fotospots für die Kids, die natürlich überall ihren Kopf durchstecken müssen und ein großer ausrangierter Eisenbahnwagon.

Ich mache noch ein paar Fotos und dann wird es wirklich langsam Zeit zum Aufbrechen. Schließlich ist der Tag noch nicht vorbei und wir haben noch so einiges vor.
Am Auto angekommen, plündern wir als erstes mal unsere Kühlbox. Hach, herrlich, die Getränke sind noch richtig schön kalt! Markus schnappt sich noch die Tüte mit dem leckeren Baguette und dann können wir wieder weiterfahren.
Genüßlich futtern wir das knackige Brot und lassen uns von der Klimaanlage ein paar Grad runterkühlen.
Kurz nach dem Ortsausgang halten wir noch am Boothill Graveyard. Kinder bis 16 Jahre kosten hier nichts, Erwachsene 3 $ - das geht auf jeden Fall in Ordnung.

Der alte Friedhof von 1878 ist ziemlich trist und besteht aus 250 Gräbern, die zwischen Staub und Kakteen aus aufgeschütteten Steinen und Holzkreuzen bestehen. Allein die Grabaufschriften zeigen an wie wild es damals hier in Tombstone zuging. Teilweise beweisen die Grabaufschriften auch einen herben Humor.

Auch das Grab der Mc Laury Brüder ist hier zu sehen.

Nach 30 Minuten sind wir durch - Fazit: Die City to Tough to die hat uns super gefallen. Wahrscheinlich hatten wir auch riesiges Glück, dass nicht so viele Touristen mit uns unterwegs waren und wir uns so alles in Ruhe anschauen konnten. Auf jeden Fall werden wir hier noch einmal herkommen.
Unterwegs dürfen wir wieder einen fantastischen Sonnenuntergang bewundern, die Farben hier sind wirklich einmalig - richtig Postkartenreif!
So, was machen wir mit dem anfangenen Abend? Da unser nächstes Motel in Tucson ist, suchen wir uns noch was nettes für den Abschluß raus und steuern die Tucson Premium Outlets an.
Nach 1 Stunde Fahrt sind wir da. Die Anlage gefällt uns von außen schon mal richtig gut.

Da heute Columbus Day ist, gibt es bestimmt wieder ein paar nette Angebote.
Wie immer teilen wir uns auf und Markus zieht alleine los. Was wollen wir auch in Herrenläden?
Ok, noch 2 Stunden bis zum Geschäftsschluß, wir Mädels starten unseren Shoppingmarathon.
Als erstes wird Tommy Hilfiger erobert. Der Pulli, der Lissy gefällt, gibt es leider nicht mehr in ihrer Größe und Sommerklamotten brauchen wir nicht. Melina probiert noch schnell ein Pulli an - prima passt, ab zur Kasse. Oh, die haben Hilfiger Taschen von 70$ auf 21$ runtergesetzt. Hm, egal, zum Nachdenken haben wir keine Zeit - ich fühle mich ein bißchen wie in Shopping Queen.
Wir flitzen weiter zu Lane Bryant. Sehr gut, auch hier gibt es Columbus Day Angebote und alle Shirts sind auf 20$ reduziert. Ich probiere mehrere an und die Mädels schleppen immer brav Nachschub ran. Ich entscheide mich für ein weißes Shirt, das perfekt sitzt. Schade, das olivefarbene war nicht mehr in meiner Größe da. Na, vielleicht erwische ich das noch in einem anderen Outlet.
Melina hat in der Zwischenzeit den Outletplan studiert und so wird unser nächstes Ziel Converse. Gut, dass das Outlet um diese Zeit wie ausgestorben ist, die würden uns sonst hier für bekloppt halten so wie wir umherflitzen - na ja, sind wir wahrscheinlich auch irgendwie. Aber gerade haben wir einen Run.
Im Converse Outlet ist Melina schlecht vor Hunger. Eigentlich ist direkt nebenan der Food Court aber sie will auf keinen Fall jetzt dahin, erst nach dem Shopping - oookay, Teenies im Shoppingfieber sind eben auch nicht zu stoppen.
Lissy findet hellblaue Glanzchucks, die sind schön, würde ich glatt auch noch anziehen. Ich kaufe mir ein paar olivefarbene Glanzchucks, die sind auch super. Außerdem liegen an den Kassen noch Sportshirts und da Lissy dringend noch Sportklamotten braucht, wandern direkt 2 paar mit in die Einkaufstasche. Für alles zusammen zahlen wir 75$ also bei dem Dollarkurs gerade mal 63 €. Das war doch mal ein gutes Schnäppchen!
Wohin jetzt?
Melina will zu Hanes nach Unterwäsche schauen also nix wie hin da. Wir bewaffnen uns mit unzähligen Kleiderbügeln und erobern die Umkleiden - auch hier ist außer uns niemand.
Melina probiert sich quer durchs Sortiment aber außer einem sehr schönen SportBH passt leider nichts richtig. Na gut, eine 10er Packung Unterhosen für Lissy darf auch noch mit.
Von hier aus traben wir zu Old Navy. Melina will unbedingt schauen ob sie Gesichtsmasken findet. In der Zwischenzeit schaue ich mich mit Melissa beim Disneystore nebenan um. Melina ist schnell wieder da, es gab nichts Gutes.
Im Schweinsgalopp gallopieren wir zu Nike. Hier räumen sie schon die Regale auf - los Mädels, wir haben noch 35 Minuten! Lissy findet ein paar schöne Sportschuhe in weiß-pink für 35 $ und Melina, die eigentlich gar keine wollte, hat ein paar grau-apricotfarbene für 40 $ entdeckt. Beide passen super. Schnell zur Kasse damit. So, der Countdown läuft noch 20 min.
Wir traben im Gleichschritt ans andere Ende der Mall zu Guess. Oh, die haben hier soooo schöne Handtaschen, auch die Portemonaies sind nett. Aber mein Perfektes ist leider nicht dabei. Entweder ist die Fächeraufteilung nicht gut oder die Verarbeitung nicht schön oder die Farben gefallen mir nicht. Na, danach muss ich wohl nochmal in Ruhe schauen.
Eine Angestellte trommelt mit den Fingern auf die Ladentheke und will Feierabend machen, also gut, wir gehen ja schon. Auf dem Rückweg entdeckt Melina bei Levis eine olivefarbene Jeans im Schaufenster. Hm, da müssen wir wohl dann das nächste Mal rein. Für heute ist das Outlet geschlossen. Puh, das war ein Ritt aber mal richtig schön und jeder hat was gefunden. Bester Laune ziehen wir Richtung Ausgang.

Markus sitzt schon im Auto und ich glaube es nicht: er hat Nichts gefunden! Eine Premiere, wir Mädels fanden das Outlet auf jeden Fall super!
So, jetzt haben wir alle einen Mordshunger. In der nahegelegenen Marana Mall gibt es einen In´N Outburger, genau das, was wir jetzt brauchen! Wir bestellen 3 Double Double Cheeseburger mit Pommes, 2 davon mit Animal Style. Melina hasst das Zeug über ihren Pommes, sie nimmt lieber Ketchup dazu.
Lissy hat irgendwie mehr Lust auf chinesisch. Nur gut, dass direkt nebenan der Panda Express ist. Während Markus und Melina auf unser Essen warten, gehe ich flott mit ihr rüber. Im Panda Express werden bereits die Stühle auf die Tische gestellt - oh, jetzt aber schnell.
Wir kaufen ein Kids Menü mit Chow Mein Nudeln, Frühlingsrollen und einen riesigen Chococookie als Nachtisch, dazu gibt es ein Getränk - alles für 5 $, da kann man wirklich nicht meckern.
Als ich mit Lissy zurückkomme, ist unser Futter gerade fertig geworden. He, wo ist mein Animal Style? Das haben die wohl glatt vergessen - also nochmal schnell reklamiert. Hm, jetzt sieht das doch mal lecker aus.

Wir genießen unser Essen. Puh, das ist ganz schön viel! Gut, dass Lissy mir noch etwas hilft!
Danach sind alle wunderbar satt und zufrieden. Melina würde am liebsten noch gegenüber in den Ross Dress for Less, der schließt aber gerade. Na ja, wird ja nicht das letzte Mal sein, dass wir zum Shopping kommen - heute war teuer genug!
Wir fahren noch 2 min bis zu unserem heutigen Motel, dem La Quinta Inn and Suites in Tucson-Marana.
Markus geht zum Einchecken und Lissy organisiert einen Kofferwagen. Eigentlich wollten die Mädels noch zum Pool und der hat hier sogar noch bis 23 Uhr geöffnet. Als wir aber dann auf dem Zimmer sind, sind beide so platt von dem Tag, dass keiner mehr Lust dafür hat.
Apropo Zimmer, die sind der absolute Hammer! Das ist eindeutig das beste Zimmer der bisherigen Rundreise! Sehr stylisch mit Deckenlampen, die die Farbe verändern können. Auch die großen, bequemen Betten sind farbig hinterleuchtet. Das Zimmer ist riesig und hat am Fenster noch eine große Couch mit Sitzecke.

Im Bad gibt es sogar eine große farbige Regendusche - wirklich Klasse, da freue ich mich schon auf die Dusche morgen früh!
Das Beste an dem Zimmer ist: es ist zugleich das Günstigste auf der kompletten Rundreise!
Ich verstaue noch schnell unsere heutigen Einkäufe in den Koffern während die Mädels schon auf den Betten bei Youtube chillen. Lissys Handy lässt sich mal wieder nicht mit dem WLAN Netz des Hotels verbinden - ich sag ja, Iphone. Bei uns anderen 3 mit den Samsung Handys klappt das nämlich einwandfrei.
Nach der Räumerei sichere ich noch schnell die unzähligen Fotos von heute und melde mich bei unserer Großen.
Um 00.47 Uhr geht heute erst das Licht aus.

Wetter: sehr heiße 35 Grad, im Chiricahua heftige Sturmböen. Ab und an ein paar Schönwetterwölkchen bei strahlendem Sonnenschein.
gefahrene Kilometer: 576 Kilometer
Highlight des Tages: Oldtown of Tombstone
Hotel: La Quinta Inn and Suites Tucson-Marana
Preis: 68 €
Hotelbewertung:
bestes Motel unserer Rundreise, schöne, große, modern eingerichtete Zimmer mit Sitzecke, farbige Zimmerbeleuchtung und große Regendusche. Auch die Eingangshalle ist sehr stylisch gestaltet.
Frühstücksbuffett Auswahl etwas dürftig. Sehr empfehlenswert!