14.10.2017 - Good-bye is a sad moment

Als ich heute morgen um kurz nach 7 Uhr wach werde, komme ich unsanft auf den Boden der Realität zurück. Schon wieder alles vorbei - Menno, ich will noch nicht nach Hause! Schnell aus den Federn und nach der üblichen Morgendusche noch den restlichen Kleinkram zusammengeräumt.
Um 8.30 Uhr gehen wir frühstücken. Der Frühstücksraum ist quasi wegen Überfüllung geschlossen. Wo kommen die denn alle auf einmal her? Wir futtern schnell ein paar warme Croissants und Rührei und nehmen uns noch einen Kaffee zum wach werden mit.
So, jetzt müssen wir mal sehen wie wir die Kilos, die in den Koffern zuviel sind noch im Handgepäck verteilen können. Markus packt die ganzen Coffemate Dosen und M&Ms aus und verstaut sie in einer Schwimmtasche - die muss dann wohl noch zum Handgepäck. Puh, die ist ganz schön schwer!
Da wir ja gestern noch einen Koffer gekauft haben, bleibt unsere alte Reisetasche hier. Na ja, ist nicht so schlimm, die hatte eh die besten Zeiten schon hinter sich. Schade ist nur, dass wir auch von unserer richtig coolen Kühlbox Abschied nehmen müssen. Die hätte ich auch gerne mit nach Haus genommen. Irgendwann mal wenn wir zuwenig Gepäck haben - die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Wir fragen im Nachbarzimmer nach ob unsere Kühlbox benötigt wird aber die 4 reisen heute auch wieder ab. Na dann bleibt sie halt einfach im Zimmer stehen, vielleicht kann sie noch einer gebrauchen.
Um 9.30 Uhr laden wir das Auto voll und checken aus. So, die letzte Fahrt unserer Rundreise beginnt.
Neben dem Highway erhaschen wir immer mal wieder einen Blick aufs glitzernde Meer - oh, ist das schön!
Da wir noch etwas Zeit haben bevor wir das Auto abgeben müssen, fahren wir noch zum Dockweiler Beach State Park, der idealerweise genau auf dem Weg liegt.
Mit 5 $ Eintritt sind wir dabei, gut, dass ich noch etwas Kleingeld aufgehoben hatte.
Markus fährt ziemlich weit durch und parkt direkt vorm Strand, nur zum Aussteigen hat er keine Lust mehr, man könnte sich ja dreckig machen.
Na dann eben nicht, steigen wir Mädels halt allein aus.

Wir stapfen durch den Sand bis zum Ufer. Hach, ist das herrlich! Der Geruch vom Meer, die warme Sonne auf der Haut und noch dazu sind wir fast alleine hier. Die ganzen Rettungshäuschen, die noch im Morgendunst stehen, sehen noch ganz verlassen aus.
Die Mädels spazieren am Wasser entlang, sie haben weiter hinten ein abgetrenntes Feld mit Schildkröteneier gesehen, dass sie sich näher anschauen wollen.
Ich stehe einfach nur da und genieße die schöne Stimmung am Morgen.
Am rechten Strandabschnitt nutzen viele Surfer die rauen Wellen für einen morgentlichen Ritt und auf dem schmalen Pier zu meiner linken Seite versuchen einige Angler ihr Glück.

Gelgentlich startet ein Flugzeug vom nahegelegenen Flughafen und fliegt über den Strand hinweg. Von hier aus kann man die Maschinen richtig gut beobachten.

Ich male mit einem Stock im Sand herum und fotografiere die Flugzeuge. Ich will hier nicht weg! Die Mädels auch nicht, die haben sich mittlerweile auf die kleine Mauer gesetzt und genießen die Sonne.

Nach 40 min heißt es dannaber doch Abschied nehmen und wir trödeln zum Auto zurück. Markus hat in der Zeit mal wieder Tetris gespielt - Männer halt!
Nur 15 min später sind wir bei Alamo Car Return. Wir checken unseren Kilometerstand und bekommen einen Beleg mit 828 $ in die Hand gedrückt! Jetzt platze ich aber gleich, selbst nach 2 Wochen und mehreren Emails ist immer noch nichts geklärt. Was hat dieser dusselige Manager eigentlich gemacht außer gar nichts?!
Wieder einmal müssen wir rein zum Customer Service. Dort sitzt der selbe Mitarbeiter wie schon vor 2 Wochen. Sehr gut, das macht die Sache etwas einfacher. Er druckst herum, redet von einem EDV Fehler im Computer und allerhand blabla. Ist mir eigentlich auch ziemlich schnuppe, denn diese Erklärungen hatten wir schon mal und passiert ist gar nichts! Wo ist der Manager, mit dem wir gesprochen haben? Natürlich hat der heute ein wichtiges Meeting, interessiert mich aber sowas von gar nicht, dann sollen sie mir den Oberboss hier holen! Irgendwann kommt dann tatsächlich der Niederlassungsleiter von Alamo nach unten.
Auch er erzählt uns irgendwas von Computerfehler und viel blabla, ist mir aber so ziemlich egal, ich möchte von ihm endlich etwas schriftliches haben, dass ich nichts mehr zahlen muss. Da weder er noch sein Mitarbeiter in der Lage ist, einen Zero Beleg aus dem Computer auszudrucken, streicht er die Summe handschriftlich auf dem Beleg durch und wollte sich schon aus dem Staub machen. Aber nicht mit mir, da fehlt noch der Alamo Stempel und eine Unterschrift von ihm und eine Visitenkarte möchte ich auch noch. Wenn ich erst mal zu Hause bin und nichts in der Hand habe, hätte ich ohne das alles wohl eher schlechte Karten.
Jetzt bin ich ja mal gespannt ob trotzdem etwas abgebucht wird, dann lernen die mich mal richtig kennen!
Der Blödsinn hat uns mal wieder 40 min Zeit gekostet.
Vor dem Customer Service sind die Alamo Busse hoffnungslos überfüllt und es hat sich eine lange Schlange mit Wartenden gebildet. Auf einmal kommt ein Busfahrer auf uns zu, zieht uns aus der Schlange raus und bittet uns ihm zu folgen. Was ist denn jetzt? Wir werden zu einem bereitstehenden leeren Bus geführt. Hm, eigentlich wären wir noch lange nicht dran gewesen - wenn der keinen Anruf bekommen hat, fresse ich einen Besen!
10 min später sind wir im Terminal.
Am British Airways Schalter ist ziemlich viel los. Aber wider Erwarten geht es trotzdem schnell vorwärts. Vor uns packen alle Leute ihr Gepäck um. Oh Mann, sowas würde jetzt gerade noch fehlen, ich hoffe unsere Kofferwaage hat das richtige angezeigt. Wir sind dran und die Spannung steigt. Alle Koffer wiegen 300-600 gr zuviel aber die Reisetasche hat nur 18 Kilo und daher bekommen unsere Koffer einfach nur einen Heavy Aufkleber und das wars. Puh, zum Glück!
Wir bekommen nochmals Tickets ausgedruckt, dann hätte ich mir das ausdrucken gestern abend doch sparen können.
Da wir Mittag haben und sich so langsam der kleine Hunger meldet, halten wir Ausschau nach etwas Eßbarem.
Im Food Court läuft uns doch da glatt ein Panda Express über den Weg - oh ja, das muss zum Abschluß definitiv nochmal sein!
Die Schlange ist lang aber wir haben noch Zeit und so können wir das letzte Mal für diesen Urlaub noch Orange Chicken mit Nudeln genießen - sooo lecker! Noch etwas, dass ich mit Sicherheit vermissen werde.

Wir bummeln über den Flughafen - oh, da ist ja ein Victoria Secret Shop. Da Melina vergessen hat sich ein Bodyspray zu kaufen, schauen wir hier natürlich auch nochmal rein.

Es gibt Bodysprays in 75 ml Flaschen. Das ist natürlich sehr gut, denn unser Gepäck ist ja schon weg und im Handgepäck dürfen die Flüssigkeiten ja nicht größer wie 100 ml sein. Auch Lissy möchte gerne ein Spray haben. Sehr praktisch, denn wenn ich 2 für je 10 $ kaufe, gibt es ein drittes umsonst dazu. Fein, dann hab ich auch noch eins für Michelle, die wird sich freuen.
So, jetzt müssen wir aber doch mal zum Gate.

Unsere Maschine ist schon angedokt und steht bereit. Gerade wird schon das Gepäck verladen.
Uns gegenüber sitzen 2 englische Frauen, die nicht viel jünger sind wie wir. Eine davon trägt ein winziges Stück Leder, dass wohl mal ein Rock werden wollte - und ganz offensichtlich keine Unterhose - ich glaub das jetzt nicht! Meine Mädels grinsen sich einen ab und die anderen Passagiere wispern hinter der Hand.

Kurz darauf können wir einsteigen. Vor uns steht mitten im Gang ein Anzugsträger und hält den ganzen Verkehr auf. Er bewegt sich keinen Millimeter vorwärts, wühlt in den Ablagen oben herum und streckt dabei dem Mann in der Mittelreihe immer wieder seinen Allerwertesten ins Gesicht. Der Arme weiß schon gar nicht mehr wo er hinschauen soll. Als ich gerade meinen Rucksack in mein Fach legen will, schwingt er mit einem lautem Rums seinen überdimensionalen Flugkoffer in die Box. Damit ist die wegen Überfüllung geschlossen - na Prima! Zum Glück ist bei Markus noch etwas frei.
Allerdings nimmt das Unglück seinen Lauf, denn der Typ sitzt genau vor mir. Wir sind noch nicht ganz gestartet als mir mit einem Schlag der Vordersitz auf die Knie knallt. Ja sag mal, hat der sie noch alle? Geht das nicht langsam?! Na dem werde ich helfen, wer dermaßen rücksichtslos ist, muss dann auch das Echo vertragen können.
Ich tippe auf meinem Bildschirm herum und spiele erst einmal Pacman. Schade, dass man dabei fein auf dem Bildschirm herumtippen muss! Nach einer Weile dreht Mister Schlipsträger sich wütend herum und schreit ich soll sofort aufhören auf seinem Kopf herumzutippen. Ich schaue ihn ganz unschuldig an und meine nur, das täte mir ja so leid aber ich würde ein Spiel spielen und schließlich würde er ja auch keinerlei Rücksicht auf andere nehmen.
Er beschwert sich dann beim Stewart, der mich dann nur anschaut und mitleidig die Augen verdreht - der hat mit Sicherheit auch genug mitbekommen.
Erst einmal gibt es jetzt Essen und er wird vom Personal aufgefordert seinen Sitz nach oben zu stellen.
Melina entscheidet sich für die Pasta und ich bekomme Curry Huhn. Lissy kann gar nichts Essen, der Armen ist wieder mal ganz schlecht vom Start.
Kaum sind die Tablets abgeräumt, fliegt der Sitz wieder nach hinten. Kein Problem, ich wollte sowieso nochmal nach der Flugroute schauen. Nach einer Weile dreht sich Mister Rücksichtslos wieder herum, meckert und verschwindet dann in den hinteren Reihen. Er kommt dann mit dem Stewart zurück und holt sein Gepäck - prima, dann kann er ja weiter hinten jemand ärgern und wir sind ihn los! Die Herren daneben, die jetzt den Mittelsitz frei haben, sind sichtlich erleichtert und breiten sich direkt mal aus.
Der restliche Flug ist dann wunderbar entspannt und wir können endlich die tollen Ausblicke genießen.

Zum Zeitvertreib schauen wir uns noch einige Filme an.
Kurz vor der Landung bekommen wir noch ein englisches Frühstück serviert. Lissy kann wieder nichts essen, ihr ist immer noch ziemlich schlecht. Gut das in den Vordersitzen genügend Tüten stecken. Da schon die Anschnallzeichen angegangen sind und ich das Teil nicht bis zur Landung festhalten möchte, klingele ich nach der Stewardess. Die schaut sich die Tüte an und kommt mit einem gelben Dekontaminierungssack zurück - du meine Güte, Flugübelkeit ist doch nicht ansteckend, ein einfacher Plastiksack hätte es da auch getan.
Die letzten 10 min haben wir dann noch heftige Turbolenzen und die Maschine kracht und rumpelt - gut dass es nicht mehr weit ist, sowas finde ich immer ziemlich gruselig!

Kurz darauf landen wir dann wohlbehalten auf dem London Heathrow Airport. Sogar überpünktlich und wir haben noch ganz viel Zeit bis zu unserem nächsten Flug.
Die Security ist sehr gut besetzt. Mal sehen was die diesmal zu bemängeln haben, denn mit London haben wir ja in 2015 leider schon eine unangenehme Erfahrung machen müssen.
Unser Handgepäck ist ganz schnell durch nur Markus Schwimmtasche wird separat durchgeleitet. Es dauert dann natürlich ewig bis einer kommt und jede einzelne Coffeemate Dose wird auf Sprengstoff untersucht.
Ich werde das nie verstehen: man kommt aus einem Flugzeug wo man den Kram mit hatte, ist in der Schleuse zum Connection Flight und muss nochmals durch die Security - aber gut, besser einmal zuviel als zu wenig.
Die Kaffeedosen werden für harmlos befunden und wir werden durchgewunken.
So, jetzt brauchen wir erst mal einen Kaffee zum wach werden. Im Untergeschoß gibt es einen Starbucks und wir kaufen uns 2 Cookies und einen starken Kaffee. Melina trinkt ihren geliebten Lemontea. Lissy mag immer noch nichts - oh Mann!
Wir bummeln etwas durch die Geschäfte, sind aber viel zu Müde um uns alles genauer anzuschauen. Markus bekommt eine Email von British Airways, die uns mitteilen, dass unser Anschlußflug komplett ausgebucht ist und wir das Handgepäck aufgeben sollen. Ganz sicher nicht, da sind unsere Wertsachen und Objektive drin und die Schwimmtasche kann man gar nicht richtig schließen.
Gegen Mittag holen wir uns bei Pret a Manage warme belegte Brötchen und ich schlafe anschließend doch tatsächlich im Ruhebereich ein.
Als unser Flug angezeigt wird, werde ich unsanft geweckt - menno, wo ich doch so müde bin. Das Abfluggate A11 ist zum Glück direkt neben uns und so haben wir es nicht mehr weit.
Ich verschwinde nochmal schnell mit den Mädels auf die Toilette dann können wir einsteigen. Auch hier gibt es nochmal eine Durchsage, dass man sein Handgepäck auch aufgeben kann aber niemand macht Anstalten dazu. Wir sind pünktlich drin und haben auch noch jede Menge Platz in unseren Boxen - geht doch!
Die Stewardessen holen zum Schluß von einigen Passagieren Plastiktüten und Jacken wieder heraus weil sonst kein Platz mehr für ein paar Bordtrolleys ist aber unsere Sachen dürfen zum Glück drinbleiben.
Vom weiteren Flug bekommen wir nichts mehr mit, da wir alle zusammen augenblicklich einschlafen und mit einem perfekten Timing erst 5 min vor Landung wieder wach werden. Das war jetzt aber auch dringend nötig!
An der Passkontrolle in Düsseldorf sind nur 2 Schalter besetzt und schnell zieht sich die Schlange quer durch die ganze Flughafenhalle. Der Polizist fragt uns wo denn unsere Maschine herkommt, es wäre so voll!
Ja, unser Flieger wurde laut den Durchsagen in London noch mit Passagieren von Air Berlin gefüllt.
Die Koffer laufen an den Bändern bereits rund und nur wenig später ist alles vollzählig da. Wir schnappen uns alle 1 Gepäckstück und gehen einzeln durch den Zoll. Heute wäre noch nicht mal das nötig gewesen, denn der Zoll ist mal wieder völlig unbesetzt.
Fein, jetzt nur noch mit der Airtrain zum Parkhaus 4, 107 € Parkgebühren gezahlt, etwas Tetris beim Einräumen der Koffer gespielt und dann nichts wie ab nach Hause.
Durch denn allseits beliebten deutschen Feierabendstau sind wir gegen 20 Uhr wieder zu Hause.

Wetter: Sonnenschein, am frühen Morgen noch etwas diesig und 25 Grad
gefahrene Kilometer in Los Angeles: 19,2 Kilometer
Highlight des Tages: Dockweiler Beach State Park