13.10.2017 - Santa Monica Pier

Heute schlafen wir bis 7.30 Uhr. Die Mädels haben sich mittlerweile so sehr an die Zeitumstellung gewöhnt, dass sie morgens nicht mehr aus den Betten kommen. Irgendwie kommt auch keiner so richtig in die Gänge und als um kurz nach halb 9 Uhr immer noch alle am rumtrödeln sind, gehe ich schon mal alleine zum Frühstück vor.
Zuerst einmal lande in dem Snackshop - nö, hier gibt es nix! Auch in der Lobby nicht, komisch, wo muss ich denn hin? Ich frage an der Rezeption nach und werde zum Frühstücksraum gegenüber vom Pool geschickt. Das muss man aber auch wissen. Der Raum ist ein winziger Schlauch, mehr wie eine größere Abstellkammer.
An der einen Seite stehen Tische mit jeweils 3 Stühlen. Wie will man denn da zu Dritt sitzen, dass ist meiner Meinung nach, nahezu unmöglich.
Außer mir sitzt noch ein asiatisches Pärchen an einem der Tische und schlürft trotz der frühen Stunde schon lautstark an einer stinkenden Suppe. Hm, lecker!

Ich toaste mir ein Croissant und 1 Toast, dazu dann etwas Rührei und meine Welt ist in Ordnung. Der Osaft hier hat seinen Namen nicht verdient, einfach nur gelbes Wasser - bäh!
Melina ist dann tatsächlich fertig und kommt noch angewackelt. Die Aussicht darauf, dass es gleich kein Frühstück mehr gibt, war ihr nicht geheuer! Auch die anderen Beiden trudeln nach und nach ein.
Um kurz vor 10 Uhr sitzen wir im Auto und fahren Richtung Strand. Zum Glück ist der nicht weit und schon nach 5 Min sind wir an einem großen Public Parkplatz am Muscle Beach angekommen.
Schnell noch 6 $ Parkgebühr zahlen und dann erst einmal runter ans Meer.
Markus will lieber hier oben warten, seine Schuhe voller Sand geht gar nicht - Männer! Selbst Schuld, dann gehen wir halt alleine.
Ich kann gar nicht sagen wie mir dabei das Herz aufgeht - es ist wie heimkommen - so schön! Der Geruch von Salzwasser, Strand und Sonnenschein - einfach unbezahlbar.

Oh Mann, ich könnte heulen so glücklich bin ich gerade, ich liebe dieses Fleckchen Erde.
Die Wellen sind heute morgen megahoch und wir beobachten die Surfer, die mehr oder weniger gekonnt über die Wellen reiten. Schon am Vormittag brennt heute der Planet und es ist herrlich warm. Durch das ewig laue Lüftchen, das weht, ist das perfektes Strandtagwetter.

Ich stehe mindestens 20 min unbeweglich einfach nur da und sauge alles in mich auf. Die Mädels laufen durchs Wasser und genießen den nassen Sand zwischen ihren Zehen.
Irgendwann reißen wir uns dann doch los und stapfen über den breiten Strand zurück zur Promenade.
Markus hat in der Zwischenzeit auf dem Parkplatz einen Bentley Cabrio bewundert, den er gerne für seine Putzfrau kaufen würde. Hm, Moment Mal - das bin ja ich! Ok, nehm ich!

Wir schlendern den Venice Beach Boardwalk entlang. Überall gibt es kleine Shops und Souvenirläden. Manche haben sogar richtig schöne Sachen. Hach, ich liebe diesen Teil von L.A.
In der Openair Mukibude am Muscle Beach trainiert um diese frühe Uhrzeit noch keiner - sind wohl noch nicht genügend potenzielle Zuschauer da.
Melina kauft sich an einem der Stände für 10 $ eine Sonnenbrille mit bunten Gläsern und Lissy entdeckt in dem Shop einen Venice Beach Magnet mit Surfbrett der unbedingt mit muss.
Wir schlendern langsam weiter, beobachten die Leute, bewundern die Stände mit den verrücktesten Sachen und freuen uns einfach nur hier zu sein. Bei den Green Doctors kann man ganz offiziell für 40 $ Marihuana kaufen über so einen Blödsinn können selbst die Kids nur noch den Kopf schütteln!

Sehr viele der Gebäude sind hier mit schönen, bunten Murals bemalt und wir bewundern die ein oder andere wirklich schöne Fassade.

An den Pavillions gegenüber beobachten wir noch eine besonders schräge Szene. Eine offensichtlich total durchgeknallte Biene tanzt lautstark singend mit einer Zahnbürste in der Hand herum. Was hat die den eingeworfen?!

Am Ende der Shoppingmeile entdecken wir ein ganz süßes Beach Cafe. Oh wie schön, sogar Liegestühle gibt es hier im Sand. Markus hat nur leider so überhaupt keine Lust sich hier niederzulassen. Menno!
Überhaupt, da es ja jetzt keine Geschäfte mehr gibt, würde er am liebsten wieder umkehren. Nö, kommt gar nicht in die Tüte, wir wollen zum Santa Monica Pier!
In dem kleinen sich anschließenden Park sitzen und liegen unzählige Obdachlose auf der Wiese. Allerdings ist auch die Polizei mit großer Präsenz anwesend und so fühlen wir uns auch keinen Moment unwohl.
Markus quengelt nur noch mehr herum, hier würde es ja nichts mehr geben und bis zum Pier wäre es doch noch so weit. So frage ich ein paar Jungs, die uns entgegenkommen wie weit es noch zum Pier ist.
Sie meinen so 20 min, na also!
Kurz darauf kommen wir an einem weiteren Beach Cafe vorbei - so, wird Zeit, dass wir Mädels mal streiken. Wir haben Durst und wollen erst mal was trinken. Markus lässt sich überreden und bestellt sich einen Eiscafe. Lissy und ich brauchen dringend einen Koffeinschub und ordern eine Cola. Melina begnügt sich mit einer Sprite. Dazu futtern wir hausgemachte Chips, mmh, schmecken die aber gut.

Wir enstpannen gechillt auf den bequemen Strandstühlen und schauen den vorbeiziehenden Grüppchen zu. Etwa 30 min später sind unsere Reserven wieder aufgefüllt und es kann weitergehen.
Oh, das Häuschen da ist total süß - hier würde ich glatt direkt einziehen. Die Lage ist perfekt und dann noch mit Wintergarten und Blick aufs Meer - so schön!
Von hier außen gehen wir runter zum Seitenstreifen des Fahrradweges, der direkt neben dem Beach verläuft.
Die restlichen Meter zum Pier wollen wir hier am Strand entlang laufen.
Ich kann mich gar nicht satt sehen, der weiche Sand zwischen den Zehen, das Pier im Hintergrund und überall die riesigen Palmen - herrlich!

Lissy entdeckt die Fitnessgeräte zuerst und stürmt sofort darauf zu. Ein paar Beachgirls hangeln sich einmal quer durch die Ringe, das will sie natürlich auch.
Sie bekommt von einem der Personal Trainer vor Ort etwas Talg auf die Hände, na dann mal los.
Hm, die Ringe hängen für sie noch zu hoch, so kann sie nicht richtig Anlauf nehmen und bekommt am Anfang nicht den nötigen Schwung.

Schon nach dem 4. Ring stürzt sie immer wieder ab - da fehlt dann wohl doch etwas die Kraft in den Händen. Die Mädels erobern noch die Schaukel bevor wie weiterlaufen.
Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Pier. Über die langen Holztreppen kommen wir nach oben. Auf dem großen freien Stück vor dem Jahrmarkt wird gerade ein Open Air Kino aufgebaut - wie cool!
Die Mädels würde hier oben am liebsten natürlich mit jedem Karussell fahren. Aber da streike ich, davon abgesehen, dass das hier viel zu teuer ist und wir außerdem erst auf einer großen Kirmes waren, wollen wir hier noch was anderes sehen wie nur Fahrgeschäfte. Aber klar, ist natürlich verlockend - merkwürdigerweise zickt aber heute keiner rum. Vorbei an der laut ratternden Achterbahn und dem bunten Riesenrad kommen wir auf den weit in das Wasser hineinragenden Holzsteg.

Oh, da ist ja auch der Coffee & Beans bei dem ich vor 7 Jahren den ersten noncafed Frappuchino getrunken hab. Mann, ist das schon wieder lange her!
Auf dem Pier selbst ist die Hölle los. Ein Tänzer zeigt einen wirklich genialen Breakdance und wir bewundern die verschiedene Straßenkünstler, die wirklich beeindruckende Kunststücke machen.
Wahnsinn und wieviel Leute hier unterwegs sind, der Hammer!

Wir lassen uns treiben und schauen immer mal wieder aufs Meer hinaus. Am Strand sind bei den sommerlichen Temperaturen immer noch ein paar Hartgesottene im Wasser. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass das Wasser selbst im Hochsommer ganz schön kalt ist.

Die Berge in der Ferne verschwimmen im Dunst und es ziehen immer noch dicke Rauchwolken von dem Feuer im Gebirge über die Gipfel.
Markus und Melina sind ganz fasziniert von einem Hütchenspieler und so sage ich den Beiden, dass Lissy und ich schon mal bis zum Ende des Piers vorgehen.
Langsam schlendere ich mit Lissy bis ganz nach hinten durch. Mmmh, hier riecht es richtig gut aus dem Restaurant - ach ja, essen könnten wir dann so langsam auch mal was.
Gegenüber des Restaurants, in der erste Hilfe Station hat sich eine kleine Menschenschlange gebildet - mein lieber Mann, die haben ganz schön was zu tun hier!
Am Ende vom Pier angekommen, setzen wir uns aufs Geländer und schauen den vielen Anglern zu, die ihr Glück mit den verschiedensten Ködern versuchen.

Komisch, wo bleibt den Markus mit Melina? Wir müssen doch mal nachschauen wo die abgeblieben sind!
Auf einmal sehe ich wie die Zwei im Gewühl auf der anderen Seite an uns vorbei laufen. He, huhu, hier sind wir! Melina kommt mir heulend entgegen. Nanu, was ist denn jetzt los?
Melina hat gedacht, sie hätten uns verloren. Hä, wir haben doch gesagt, dass wir hier hoch gehen - da hat wohl wieder mal keiner richtig zugehört!
Die arme Melina kann sich gar nicht richtig beruhigen und weicht nicht mehr von meiner Seite. Ist ja gut, wir sind ja wieder da.
Langsam schlendern wir gemeinsam zurück.

In dem silbernen Campervan, der als umgebauter Souvenirshop auf dem Pier steht, entdecke ich ein wirklich schönes Schminktäschen - puh, 60 $ soll dieses Winzteil kosten!!! Alles klar, wir sind schon weg.
Oh, hier ist ja eine Zweigstelle der Santa Monica Police - es gibt bestimmt schlechtere Arbeitsplätze wie den ganzen Tag am Strand.
Lissy entdeckt einen Bronzedelfin auf dem sie sich häuslich niederlässt. Witzig, genau das gleiche Foto hab ich 2010 von Michelle gemacht!

Ach ja, hier ist ja auch das Ende der Route 66 - hatte ich ja fast ganz vergessen. Natürlich müssen wir an dem Schild auch noch einige Erinnerungsfotos machen.

Gegenüber aus dem Bubba Gump duftet es herrlich nach gebackenem Fisch, mmh! Ja, das wäre doch genau der richtige Abschluß für einen schönen Urlaub.
Während die Mädels die Forrest Gump Bank davor stürmen, muss ich erst einmal fragen ob es hier WLAN gibt, denn das bräuchte ich dringend damit ich uns nachher einchecken kann. Wir fragen nach und tatsächlich, das gibt es. Na worauf warten wir dann noch, nichts wie rein da.

Nach nur 5 min Wartezeit steigen wir in den Forrest Gump Aufzug und werden in die untere Etage gefahren. Das Restaurant ist immer wieder Klasse! Überall hängen Schilder und Bilder vom Film an den Wänden - wirklich eine witzige Deko.
Wir bekommen einen Tisch direkt am Fenster zum tollen Beach zugewiesen - hach wie schön!
Was essen wir denn Feines? Lissy hat sich schnell entschieden. Da sie nichts ißt, was aus dem Meer kommt, nimmt sie ein Kidsmenumit Pizza, Pommes und einem blauen Wackelpudding.
Melina und ich ordern das Forrest Seafood Feast mit vielen leckeren Shrimps, Fischbällchen und Pommes. Markus entscheidet sich für ein Shrimpspfännchen mit Knoblauch und einem riesigen Burger mit Pommes.

Während wir aufs Essen warten, versuche ich mich ins WLAN einzuloggen aber irgendwie funktioniert das hier nicht so wie es soll. Ich gehe nochmal nach oben, da ich ohnehin noch auf die Toilette muss aber auch im ersten Stock ist kein richtiger Empfang - Mist!
Als ich wieder runterkomme, wird gerade unser Essen serviert. Das sieht ja mal wieder extremst lecker aus und schmeckt auch so.
Beim Essen beobachten wir vor unserem Fenster eine Darbietung mit einer riesigen Kröte. Was für ein Teil, so groß hab ich vorher noch Keine gesehen! Ruckzuck hat sich eine große Menschentraube gebildet.
Eine ältere Dame schaut zu während sie die Stufen hinuntersteigt. Dabei übersieht sie eine Stufe und stürzt kopfüber nach unten. Ach du Schreck! In kürzester Zeit stehen unzählige Schaulustige herum - überall das Gleiche - ätzend!
Sie blutet an der Hand und aufstehen ohne fremde Hilfe kann sie auch nicht. Irgendwie kommt mir das alles sehr bekannt vor - das hätte mir auch passieren können. Zum Glück bin ich in diesem Urlaub davon verschont geblieben.
Kurz darauf eilt die Beachhilfe mit einem Erste Hilfe Koffer herbei und verarzten sie. Wo kamen die denn so schnell her?

Wir kämpfen mit unserem Essen - meine Güte ist das viel! Außer Lissy schafft es niemand den Teller leerzufuttern.
Oh mein Gott, bin ich jetzt voll! Mir ist richtig schlecht, das war dann wohl doch etwas zu viel des Guten.
Aber die leckeren Shrimps konnte ich definitiv nicht liegen lassen. Mit 107 $ inklusive Trinkgeld war das hier auf jeden Fall das teuerste Restaurant auf unserer diesjährigen Reise. Aber da macht mit Sicherheit auch die gute Lage einen Teil des Preises aus und wir haben ja auch wirklich lecker gegessen!
Wir schleppen uns die Treppen rauf - uff, ich muss dringend laufen damit sich das Futter besser verteilt.
Ich mache noch ein paar letzte Fotos vom Pier herunter zum Strand und von einem kleinen Boot, in das Lissy unbedingt reinklettern musste, dann gehen wir an ein paar Souvenirbuden vorbei runter zum Strand.

Die Sonne steht jetzt schon viel tiefer und zaubert ein wunderschönes Licht aufs Meer. Das Wasser glitzert und die Palmen im Sand geben die perfekte Kulisse ab.

Lissy rennt schon wieder vor zu den Ringen. Sie will unbedingt noch den Trapezreifen ausprobieren, der auf dem Hinweg ständig besetzt war. Melina schaukelt in der Zwischenzeit lieber noch eine Runde.

Direkt daneben schauen wir dann noch eine ganze Weile ein paar Jugendlichen auf einer langen Slackline zu. Wie gekonnt die darüber balancieren. Da hätte ich schon nach 2 Sekunden das Gleichgewicht verloren, das Teil wackelt wie ein Lämmerschwanz hin und her.
Auf der Beachmauer will Lissy dann unbedingt noch einige Sprungfotos haben. Na gut, kein Problem.

Kurz danach kommen wir an einem riesigen Parkplatz vorbei. Schon von weitem sehen wir mehrere Feuerwehrwagen mit Blaulicht dort blinken und alle möglichen Leute wuseln herum. Was ist denn da schon wieder passiert?
Mindestens 5 Feuerwehrleute löschen irgendetwas mit einem der großen Schläuche. Der halbe Parkplatz steht unter Wasser. Als wir näher kommen, erkennen wir, dass dort eine Mülltonne gelöscht wurde!
Ich glaub das jetzt nicht, so ein Aufgebot für eine Mülltonne? Manchmal sind die Amis schon etwas verrückt!

An einem der nachfolgenden Toilettenhäuschen muss Markus dann mal für kleine Jungs.
Wir lassen uns solange auf der Mauer nieder und ich entdecke durch Zufall ein Wifi Hotspot Schild. Oh, muss ich doch direkt mal checken. Hurra, hier gibt es doch tatsächlich Empfang, da hab ich ja gar nicht mit gerechnet! Jetzt aber schnell einchecken bevor das Netz wieder zusammenbricht. Uns wurde von British Airways automatisch eine 4er Reihe in der Mitte zugeteilt. Nö, wir wollen ans Fenster! Leider gibt es zusammenhängende Fensterplätze nur noch im Unterdeck. Na gut, dann eben wieder unten, da saßen wir ja auf dem Hinweg ganz gut.
Direkt anschließend noch fein die Reihe 16 und 17 für den Flug von London nach Düsseldorf klar gemacht - jetzt bin ich entspannt. Die Tickets schicke ich an Markus Emailadresse, so kann ich die nachher im Hotel ausdrucken lassen - sehr gut!

Als Markus endlich fertig ist, spazieren wir weiter zur Fußgängerpromenade von Venice Beach. Hier kaufen wir Melina noch ein Lifeguard Top und Lissy will unbedingt noch einen Magnet von L.A. mitnehmen.
Auch für Michelle werde ich fündig und kaufe einen schönen Route 66 Schlüsselanhänger für den Adventskalender.
Was fehlt denn jetzt noch schönes? Ach ja, die Sportshorts - in welchem Shop gab es die denn nochmal?
Während wir so am überlegen sind, läuft auf einmal ein ziemlicher merkwürdiger Geselle mit einem riesigen fahrenden Holzkreuz auf der Schulter an uns vorbei. Lauthals predigt er vom kommenden Weltuntergang - alles klar, noch so ein Durchgeknallter! Hier gibt es eindeutig zu viele Marihuana Buden!
In mehreren Shops suchen wir nach den gewünschten Shorts und im Vorletzten werden wir dann endlich auch fündig. Melina entscheidet sich für den passenden Lifeguard Short zu ihrem Top und Lissy nimmt den Venice Beach Short mit.

Mittlerweile haben immer mehr Überlebenskünstler ihre Stände aufgebaut und manche haben wirklich schöne Sachen.
Bei einem Sänger bleiben wir länger stehen. Der ist richtig gut, da haben wir definitiv schon schlechteres gehört!
In mehreren Geschäften frage ich nach einem bordeauxfarbenen Cali-Pulli für Michelle aber das günstigste Angebot ist 45 $ - dann eben nicht!
Kurz vor der Muckibude entdecken wir dann noch Harry Perry im Gewühl der Touristen. Der Straßenmusikant ist aus zahlreichen Filmen und Werbespots bekannt. Ich mache ein Foto von Melina, auf dem er im Hintergrund auf einer Mauer sitzt. Sein Markenzeichen sind die Rollerskates und der Turban.
Als er merkt, dass ich ihn fotografiere, taucht er in der Menge unter.

Wir beobachten noch einen Muskelprotz in der Open Air Muckibude, der vor den ganzen Zuschauern einen auf dicke Hose machen will. Er hebt unter größter Anstrengung die Hantelstange vom Boden hoch, verliert fast das Gleichgewicht und lässt das Teil mit einem lauten Krachen fallen. Manche haben wirklich ein Aufmerksamkeitsdefizit!
So, wir können gehen - oh halt, nein. Jetzt hätte ich fast das Holzsurfboot vergessen. Ich wollte doch noch etwas Deko für Michelles Zimmer kaufen! Schnell noch mal 3 Stände zurück - für 20 $ wandert dieses sehr schöne Souvenir noch in mein Handgepäck.
Gegen 17 Uhr sind wir wieder am Auto. So, jetzt müssen wir aber auf jeden Fall noch in den nächsten Ross - ohne einen neuen Koffer geht es nicht mehr!
Der nächste Shop ist dank Brigitte auch schnell gefunden. Rein ins Getümmel - oh, hier gibt es ja coole Sachen! So viele schöne Handtaschen und das trotz der fortgeschrittenen Uhrzeit. Das Schuhregal sieht allerdings aus als wäre eine Bombe explodiert - was für ein Chaos!
In dem Gewühl der Kleiderstangen entdecken wir noch einige Hosen für Lissy. Die Ernüchterung kommt dann leider in der Umkleidekabine - es passen nur 2 Stück und die gewünschte Leggins hat ein Loch, na toll!
Melina schaut gleich mal nach ob es die nochmal gibt aber leider war es die Letzte. Dann bleibt es wohl bei der einen Hose. Melina schleppt immer mehr Kram heran, wo soll das denn noch alles hin?
Markus hat in der Zwischenzeit zum Glück einen neuen Koffer gefunden. Oh, und ich muss unbedingt diese süße rosefarbene Handtasche von Tommy Hilfiger mitnehmen - ein Schnäppchen für Sage und Schreibe 19 $!
Wir sind voll im Kaufrausch als auf einmal die Durchsage ertönt "All Credit-machines are down, only Cash!". Na ganz toll, das hat uns gerade noch gefehlt. Soviel Bargeld haben wir natürlich 1 Tag vor der Heimreise nicht mehr. Menno, und nun?
Wir entscheiden uns die Sachen an der Kasse zu deponieren und später nochmal wiederzukommen, der Laden liegt ja quasi um die Ecke von unserem Hotel und hat bis 1 Uhr nachts geöffnet!
Wir besorgen jetzt erst einmal die letzten versprochenen Mitbringsel. Wo ist denn hier der nächste Supermarkt? Der Ralphs direkt gegenüber hat weder die gesuchten M&Ms noch den Coffeemate Vanille. Dann also doch zum Walmart - unser Navi spuckt als nächste Möglichkeit ein Einkaufzentrum in 12 Km Entfernung raus. Die Fahrt dorthin dauert ewig und Markus verfährt sich gleich mehrmals, da die Straßen kreuz und quer verlaufen und der Verkehr in L.A. wie üblich die Hölle ist. Wir brauchen für die Strecke fast 40 min - der Wahnsinn! Autofahren macht hier wirklich keinen Spaß!

Auf dem Parkplatz des Einkaufscenters suchen wir allerdings vergeblich nach einem Lebensmittelgeschäft. Menno, was ist denn das jetzt! Wir fragen jemand der so aussieht als würde er sich hier auskennen und erfahren, dass der Walmart vor ein paar Monaten hier zu gemacht hat. Na prima, doofes Navi und dabei haben wir das extra vor dem Urlaub aktualisiert!
Was gibts denn hier in der Nähe sonst noch? Uns wird ein Albertsons rausgeschmissen. Na, die müssten das ja eigentlich auch haben, mal sehen. Zum Glück ist der Markt nur 5 min entfernt und tatsächlich riesengroß.
Im Laden sind wir die einzigsten Weißen - schon ein bißchen gruselig. Ich komme mir ein bißchen fehl am Platz vor, egal wir wollen eh nur noch ein paar Sachen kaufen. Bei den M&Ms haben wir schon mal Glück, die gibt es heute im Angebot für 4,99$ die Riesenpackung. Leider finden wir auch hier keine Mint mehr, ob es die nicht mehr gibt? Dafür kaufen wir eine neue Sorte mit Karamell - mal gespannt wie die Schmecken.
Markus hat in der Zwischenzeit seinen geliebten Coffeemate Schoko und Caramel besorgt. Ich packe für Ralf noch Vanille in den Einkaufswagen und schon haben wir alles zusammen. An der Kasse gibt es dann noch einen kleinen Vorrat von Take 5 - die sind ja soooo lecker!
Ups, schon 21 Uhr - ob bei Ross schon wieder alles funktioniert?
Auf dem Heimweg halten wir dort nochmal kurz an aber leider klappen die Maschinen immer noch nicht - schade!
Jetzt müssen wir wohl erst einmal packen - wie das ohne zusätzlich Koffer funktionieren soll, würde ich echt mal gerne wissen.

Ich überspiele die Fotos von heute und räume dann schon mal die Elektrosachen und das Kabelgewirr zusammen, dass ich nicht mehr benötige. Die Mädels packen ihre Handgepäck Rucksäcke. Markus räumt erst mal sämtliche Taschen aus, denn von den letzten 14 Tagen ist alles so durcheinander, dass es neu sortiert werden muss.
Ach ja, bevor in der Lobby gleich keiner mehr ist, lasse ich mir dort noch die Flugtickets ausdrucken. Das klappt zum Glück schon mal ganz problemlos - wenigstens etwas das funktioniert!
Markus räumt und räumt, unser Zimmer sieht vielleicht aus - ein einziges Chaos. Aber soviel er auch räumt, er bekommt es einfach nicht hin. Der neue Koffer muss also auf jeden Fall sein!
Mittlerweile ist es 23 Uhr und die Mädels schlafen schon tief und fest. Ob wir es nochmal riskieren sollen?
Ich frage an der Rezeption nach ob er mal für uns in dem Shop anrufen kann. Wir haben Glück nach langem Durchklingeln geht dort endlich einer ans Telefon und tatsächlich die Maschinen funktionieren wieder. Hurra!
Na dann jetzt schnell. Ich schreibe Melina noch eine Whats App falls sie aufwacht, damit sie weiß wo wir sind und dann beeilen wir uns.
Um 23.30 Uhr rollen wir Richtung Ross - Mitternachtsshopping - irgendwie schon komisch.
Im Laden ist um diese Uhrzeit nicht mehr viel los, nur eine handvoll Leute sind noch unterwegs. Wir schauen schnell noch bei der Unterwäsche, finden aber nichts richtiges und dann schnappen wir uns den Koffer, der mit den Klamotten zum Glück noch an der Kasse auf uns wartet. Um kurz nach Mitternacht sind wir wieder im Hotel - na das ging ja mal schnell!
Markus räumt alles nochmals um bis zum Schluß das Gewicht einigermaßen richtig verteilt ist. Der Feinschliff muss sowieso erst morgen früh erfolgen, wenn die Schlafanzüge und Kulturbeutel verstaut werden. Puh, wir sind jetzt platt vom langen Tag, höchste Zeit zum schlafen gehen!
Um kurz vor 1 Uhr mache ich das Licht aus.

Wetter: toller Sonnenschein bei 32 Grad, durch den leichten Wind super zu ertragen
gefahrene Kilometer: 45 Kilometer
gelaufene Kilometer: 15 Kilometer
Highlight des Tages: Strandspaziergang in Venice und Santa Monica