10.10.2017 - On the tracks of the Apache

Um halb 8 Uhr ist heute Aufstehzeit. Alle anderen schlafen noch - also eigentlich wie immer.
Während ich unter die Dusche husche, wird Markus wach und reißt wie üblich mit einem Ruck die Vorhänge auf. Davon werden die Mädels unsanft geweckt - aber gut, die wollten ja auch beide noch Haare waschen, dann wirds sowieso Zeit zum Aufstehen.
In der Zeit wo die Beiden sich fertigmachen, videochatte ich mit Michelle zu Hause und erzähle ihr was wir heute so vorhaben.
Markus sagt Hallo und sie meint zu ihm, er sähe schllimm aus mit dem Gestrüpp im Gesicht - Sehr gut, danke! Wenn ich das sage, will er das ja nicht hören.
Um 9 Uhr gehts zum Frühstücken.
Der Frühstücksraum ist hier richtig stylisch. Es gibt eine große Theke mit Barhockern und Tische mit gemütlichen Sesseln. Auch die Farben sind sehr geschmackvoll gewählt.

Die Auswahl vom Frühstück hält da leider nicht mit. Das Rührei ist alle und wird entgegen unserer Hoffnung auch nicht mehr aufgefüllt.
So begnügen wir uns mit Toast, Marmelade, Milchkaffee und Orangensaft. Naja, da hatten wir definitiv schon besseres auf unserer Reise.
Lissy beeilt sich und verschwindet danach schnell noch zum Fitnessraum. Während Markus noch verschlafen an seinem Kaffee nippt, chatte ich nochmal mit unserer Großen um ihr die wirklich schöne Eingangshalle mit dem bunten Wasservorhang zu zeigen.

Wir quatschen noch bis ich wieder auf dem Zimmer bin, dann wird es langsam Zeit zum auschecken. Wir sind ohnehin mal wieder spät dran, fast 10 Uhr und auch heute haben wir mal wieder sehr viel vor!
Markus geht schon mal zum auschecken und ich räume die restlichen Sachen ins Auto. Wo hat Markus denn nur mein Bilderrahmen hingetan? Als ich ihn frage, meint er, er hätte ihn im Zimmer auf den Schrank gelegt und ich hätte doch zum Schluß alles nachgesehen. Stimmt, hab ich auch aber da lag nichts mehr. Hm ob er doch irgendwo im Gepäck eingepackt ist. Markus besteht darauf, dass er nichts eingepackt hat - aber irgendwo muss er doch sein!
Während Lissy nochmal zum Nachsehen ins Zimmer flitzt, schaue ich die Taschen durch. Ja, ist klar, von wegen nicht eingepackt, vermutlich ist der Rahmen von allein in die Reisetasche gesprungen weil er unbedingt mit wollte.
Aber gut, alles da, wir können los.

Tschüß Hotel, war schön hier bei dir, wir kommen mit Sicherheit nochmal wieder.
Wir fahren an der Mall vorbei, in der wir gestern zu Abend gegessen haben. Hm, die liegt ja nur 50 m die Straße runter und Brigitte hat uns gestern 10 min kreuz und quer gelotst - da sieht man es wieder, man sollte nicht immer aufs Navi hören!
Unser erster Weg heute morgen führt uns in den nahegelegenen Saguaro Park. Wir haben uns für den Westteil des Parks entschieden. Nach 5 min werden die Häuser weniger und links und rechts des Weges säumen die ersten Saguaros die Straße. Die Picture Rocks Road führt uns immer höher den Berg nach oben. Schon bald haben wir eine tolle Aussicht auf die Umgebung. Hier oben stehen auf jeden Fall keine billigen Häuschen. Die wohnen gar nicht so schlecht.
Am Nationalparkschild halten wir kurz für Fotos. Hm, eigentlich finde ich die Parkschilder immer ganz schön gemacht aber das Schild hier ist nicht wirklich schön, nur billiges Blech.

Kurz dahinter durchfahren wir ein Wohngebiet - ups, hier wohnen ja Leute! Schön, hier am Rand vom Park. Statt Wiesen wachsen in den Vorgärten unzählige große und kleine Kakteen.
Wir halten uns links und biegen auf die Sandario Road ab. Die Straße ist voller Dips und mein Mann dreht am Rad. Immer vor einem Dip gibt er ordentlich Gas, fast wie auf einer Achterbahn. Die Mädels haben Spaß - ich finde das ganze weniger Witzig - ja, ich weiß, ich bin ein Spielverderber.
Unvermittelt sind wir mitten im Park und steuern zuerst einmal das Red Hills Visitor Center an.
Als wir die Türen von unserem Fahrzeug aufmachen, verschlägt uns die heiße Luft fast den Atem. Puh, ganz schön bruzzelig heute!
Das Visitorcenter scheint noch nicht sehr alt zu sein und hat eine sehr interessante Ausstellung. Mit einem elektronischen Stift hören wir uns die Erklärungen zu den herumliegenden Exponaten an. So erfahren wir, dass es in diesem Park agressive, affrikanische Killerbienen gibt - na prima, hoffentlich sind die weit weg von uns.
Markus besucht seine Stempelstation und wir Mädels den dazugehörigen Giftshop. Melina kauft sich einen Glasmagnet und ich mir einen Anstecker.
Mein Mann hat schon die Maps für die Schule besorgt.
Ich mache den Fehler, die nette, ältere Rangerin nach dem Grand Canyon Loop zu fragen. Sie ist ja wirklich süß, hört aber gar nicht mehr auf zu reden. Nach 15 min weiß ich ihre halbe Lebensgeschicht nur leider immer noch nichts über den Loop. Zum Glück eilt mir ihr Kollege zur Hilfe, der wohl meine hilfesuchenden Blicke gesehen hat.
Uff, wo ist denn jetzt schon wieder mein Mann hin? Wir suchen das ganze Visitorcenter ab - Nichts.
Melina kommt dann auf die Idee vielleicht doch mal im Auto nachzusehen und siehe da, da sitzt er und spielt Tetris! Aah, warum sagt der denn nichts! Männer sind manchmal schlimmer wie kleine Kinder!
Wir fahren ein kleines Stück die Sandario Road zurück von der es kurz darauf nach rechts Offroad auf die Hohokam Road geht. Ganz schön holprig geht es hier weiter.
Hier passen die Kakteen meiner Meinung nach viel besser als an den geteerten Straßen. Wunderschön hier - ich finde, die riesigen Saguaros sehen mit etwas Phantasie aus wie Figuren mit Armen.

Die Mädels und ich entdecken in den Teilen die merkwürdigsten Sachen. Markus erkennt gar nichts, er meint, die Sonne wäre wohl draußen zu heiß für uns.

Immer wieder halten wir für ein paar Fotos an. Am Valley View Trail steigen wir aus. Meinem Mann ist es zu heiß - er muss dringend etwas chillen - ah ja!
Wir Mädels laufen den Trail. Die ganze Zeit auf der Offroadstrecke sind wir ganz allein gewesen. Auch hier ist keine Menschenseele außer uns. Die Stille erschlägt einen fast. Überall um uns herum zirpen die Grillen und immer wieder raschelt etwas zwischen den trockenen Büschen. Aber wie wir auch Ausschau halten, außer ein paar Piepmätzen und Insekten, ist nichts zu sehen.

Neben den riesigen Saguaros sehen wir aus wie Zwerge, manche sind so hoch wie ein Haus - Wahnsinn!

Überall in dem staubtrockenen Boden sind Löcher und ich wüsste nur zu gerne was sich darin verbirgt. Aber den Tierchen ist es wohl viel zu heiß.
Vorsichtig fühlen wir wie sich der dicke Stamm des Saguaro anfühlt. Bei den ganz großen sind unten keine Stacheln mehr dran. Die Haut des Saguaro fühlt sich mehr wie ein Baumstamm und viel weniger wie ein Kaktus an.

Unsere Füße knirschen auf dem Kies, in der Stille hört sich das richtig laut an. Auf einmal heult irgendwo laut ein Tier auf - ups, was war denn das? Ein Wildhund, Kojoten? Gruselig - Lissy bekommt Angst und würde am liebsten wieder zurück zum Auto. Ach quatsch, die Tiere haben mehr Angst vor uns wie umgekeht, also fein weiter. Wir kommen an einen Wash - zumindes steht es so dran. Ich kann kaum glauben, dass es hier ab und an mal Wasser gibt, denn außer Staub und Steinen ist davon nichts zu sehen.

Auf der anderen Washseite führen Stufen nach oben. Wir laufen nur noch ein Stückcken weiter bis wir von oben eine tolle Aussicht auf die Umgebung haben.

Hier oben zweigen mehrere Trails ab unter anderem der Wild Dog Trail - also haben wir eben doch eventuell Wildhunde gehört?!
Wir beschließen umzudrehen und entdecken einen Specht der mit lautem Geklacker ein Loch in einen Saguaro schlägt.
Dieser riesige Kerl hier hat sich komplett den Hals verdreht.

Viel schneller als auf dem Hinweg sind wir wieder am Trailanfang angekommen. Schön wars, aber jetzt brauchen wir dringend eine Klimaanlage!

Und etwas eiskaltes zu Trinken. Gut, dass wir eine Kühlbox haben, hach ist das schön erfrischend!

Wie können hier nur die Tiere in der staubtrockenen Hitze überleben?
Wir fahren weiter und Markus hält gelegentlich an damit ich Fotos machen kann. Die Mädels verstehen nicht warum ich überhaupt noch Fotos mache, sind doch alles die gleichen Kakteen. Banausen, ich finde, die sehen alle anders aus und knipse fleissig weiter! Der hier hat dann wohl zu wenig Wasser abbekommen.

Auf einmal ist die Loop Road zu Ende - schade, die Gegend hier ist wirklich toll wenn man allerdings einen längeren Trail gehen möchte, sollte man das besser auf die frühen Morgenstunden verlegen.
Wir fahren die Dipstraße zurück in Richtung I-10 und Markus hat mal wieder Spaß daran mich zu ärgern - Menno!
Es geht nur ein kurzes Stück über die I-10 bis zur Abzweigung auf die SR77. Die Strecke zieht sich wie Kaugummi.
Melina nutzt die Gunst der Stunde und vergräbt sich mit ihrem Kissen und dem Kindle auf ihrem Sitz. Lissy spielt mit ihrem Handy herum und ich schaue mir die Landschaft an. Hier gibt es endlose Plantagen mit Orangen und Zitronen. Die Bäume sind saftig grün und auf einigen der Plantagen pflücken fleißige Erntehelfer die Früchte von den Bäumen. Was für ein Unterschied zu dem Park vorhin!
Oh, Mädels schaut, da wachsen Tshirts aus dem Strauch. Links und rechts der Straße kommen wir an Baumwollplantagen vorbei - die hätte ich eher in den Südstaaten vermutet, wusste gar nicht, dass sowas hier auch wächst.

Das schauen wir uns doch gleich mal näher an. Oh, die ist ja richtig schön weich - sieht so aus als wäre sie fertig zum Ernten.
Bevor wir wieder einsteigen, schnappen wir uns das Baguettebrot und eine Flasche aus der Kühltruhe. Hach, tut das gut! So langsam bekommen wir schon wieder Hunger!
In einem Kaff, dessen Namen ich glatt vergessen habe, tanken wir noch einmal auf. Während Markus darauf wartet, dass unser Auto satt ist, läuft auf den Fernsehern zwischen den Zapfsäulen Werbung. Was würden die Amis nur ohne Fernseher machen?
Nach 10 min läuft uns ein Safeway über die Füsse. Cool, Safeway mag ich für Lebensmittel noch lieber wie Walmart.
Alles aussteigen. Puh, auch hier ist es ganz schön hot in der Sonne.
Wir räumen unseren Einkaufswagen voll mit frischen Ananas, Brot, Kuchen, Hühnchen, Salat und natürlich unseren Lieblingschips. Außerdem kommt mal wieder eine Palette Wasser mit. An den Kassen entdecke ich die lang gesuchten Take 5 Riegel von Hershey - 2 für 1$ - da bin ich schon mal gespannt wie die schmecken.
Während Markus und Lissy sich im hauseigenen Starbucks mit Eistee versorgen, suchen Melina und ich aus der riesigen Auswahl von Ben&Jerry Sorten ein leckeres Eis aus. Schnell noch auf die Toilette und schon kann es weitergehen.
Während Markus uns durch die Landschaft kutschiert, futtern wir Mädels Vanille-Caramell Eis, hm, ist das gut! Bei mittlerweile 38 Grad Außentemperatur genau das Richtige!

Schon bald erreichen wir das Tonto Gebirge. Zwischen den schroffen Felsen sind auch hier viele Saguaros - die hohen Berge bilden eine enge Schlucht - wirklich ein schöner Abschnitt auf dieser Strecke. Kurz vor Roosevelt kommen wir durch Miami - huch, die Strecke war zwar weit aber dass wir gleich bis Florida gefahren sind, hätte ich doch nicht gedacht!
Endlich erreichen wir Roosevelt und müssen gleich mal einen Stopp bei der schönen Brücke in der Nähe des Dams anhalten.

Direkt dahinter ist ein Aussichtspunkt auf den hinteren Teil des Roosevelt Dam.

Hier beginnt der Apache Trail. Die Straße wird immer enger und führt steil und zu Markus größter Freude unpaved den Berg nach oben.
Schon bald haben wir eine tolle Sicht auf die tiefe Seite des Roosevelt Dams. Natürlich gibt es auch hier einen guten Aussichtspunkt. Und während Markus die Toiletten hier stürmt, gehen wir Mädels den kurzen Weg runter um einen besseren Überblick zu haben.

Das Tal ist wirklich wunderschön. Ein paar Schönwetterwölkchen ziehen am Himmel ihre Bahnen. Die roten, schroffen Felsen leuchten in der Sonne, der Roosevelt River glitzert unten im Tal und überall dazwischen wachsen Saguaros. Hach, ist das schön hier! Nur die Stromkabel, die kreuz und quer gespannt sind, passen irgendwie so gar nicht in die Landschaft.

Immer wieder halten wir an um ein paar Fotos zu machen oder einfach nur die Aussicht zu genießen. Die Straße ist wirklich gut zu fahren und auch - wie wir an mehreren uns entgegenkommenden Fahrzeugen sehen - für kleinere Wohnmobile kein Problem. Ziemlich schnell erreichen wir den Apache Lake und biegen dort zur Marina ab.

Wir Mädels schmeißen uns im Auto in die Badesachen, schnappen unsere Handtücher und nichts wie ab zum Ufer. Markus zieht die Picknicksachen den Badeklamotten vor.
Wir sind ganz allein mit der herrlichen Landschaft - schön!
Ganz weit hinten können wir einige Familien in der nächsten Bucht sehen. Während mein wasserscheuer Mann es sich an den Picknicktischen gemütlich macht, wollen wir Mädels erst einmal die Wasserqualität testen. Huah, ist das aber kalt, brrr! Ok, hier würde mein Mann mit Sicherheit noch nicht mal seinen dicken Zeh im Wasser versenken. Da es am Ufer ziemlich steinig ist, lassen wir kurzerhand einfach die Crocs als Badeschuhenersatz an.
Wir brauchen Ewigkeiten bis wir drin sind - mein lieber Mann, das ist aber auch frisch!

Melina ist es dann doch zu kalt, mehr wie bis zu den Knien geht bei ihr nicht.
Das Wasser ist glaskar und als Lissy und ich erst mal drin sind , ist es wirklich perfekt.
Hach, ist das herrlich erfrischend! Eine ganze Weile machen wir nichts außer plantschen, schwimmen und entspannen. Erst als wir kurz vorm Kältetod sind, lassen wir uns in der warmen Sonne wieder aufwärmen.

So, jetzt wird fein gepicknickt. Hm, das Hühnchen und das Baguettebrot sind wirklich richtig lecker. Ach, was geht es uns doch gut!

Wir benutzen unsere großen Strandtücher wieder als Umkleidekabine und fahren herrlich erfrischt weiter.
Die Straße führt immer mal wieder weg vom Lake und auch mal wieder näher ran. Wirklich eine tolle Strecke. Unsere Brigitte dreht derweil wirklich völlig am Rad. Schon fast hysterisch empfiehlt sie uns alle paar Kilometer, dass wir dringend wenden sollen. Nö, da sind wir ja jetzt mal stur und fahren schön immer der Nase lang. Manchmal weiß sie halt auch nicht alles!
Die letzten paar Meilen bis Tortilla Flat sind dann nochmal richtig schön und führen durch ein enges Tal mit einer einspurig zu befahrenen Brücke. Hier ist es so schön, dass ich glatt nochmal aussteigen muss.

Kurz hinter der Brücke geht es mal wieder steil nach oben und schon bald haben wir eine tolle Aussicht auf die umliegende Berge und ins Tal.

Kurz darauf erreichen wir das verschlafene Nest Tortilla Flat. Hier wird gerade gebaut. Der komplette Teil zwischen Store und Saloon wird erneuert, da bin ich ja mal gespannt was dort entsteht!
Im Store, den wir uns zuerst anschauen, hängen die Wände und Decken voller Dollarnoten - eine ziemlich teure Tapete!

Bah, hier riecht es ganz komisch, wir Mädels verziehen uns lieber nach draußen.
Zwei Türen weiter schauen wir uns dann im großen Giftshop um. Hm, ich weiß ja nicht - besonders viel heißt nicht immer besonder gut! Es gibt von jedem Dorf einen Köter aber vom Hocker haut uns hier nichts - viel Kitsch und Krempel auf einen Haufen.
Die Deko draußen finden wir da schon witziger.

Natürlich müssen wir auch nebenan in den Saloon einen Blick rein werfen. Oh, cool, der ist ja mal wirklich Klasse! Auch hier sind alle Decken und Wände mit unterschriebenen Geldscheinen tapeziert. Die Barhocker bestehen aus Sätteln und in der hinteren Ecke gibt es ein Gefägnis aus Gitterstäben und Geldscheinen - wirklich sehr orginell!

Aber wegen dem Saloon selbst sind wir gar nicht hier - jetzt lacht nicht: ich will die Toiletten sehen! Markus ist der Meinung ich spinne, aber neugierig ist er auch!
Die Restrooms sind wirklich der Knaller - an den Wänden sind Bardamen aufgemalt und die Türen sind geschnitten wie Saloontüren. Vielleicht etwas unpraktisch wenn noch mehr Personen hier drin sind, denn man hat einen ziemlich guten Blick drüber aber ein wirklicher Hingucker! An der Decke hängt passend zum Stil ein Kronleuchter.

Wir machen einige Fotos und lachen uns dabei kaputt - hoffentlich kommt jetzt keiner, sonst denken die bestimmt wir haben nen Vogel.

Auch Markus bringt von der Herrentoilette Fotos mit. Wir sind ja schließlich neugierig wie es dadrin so aussieht. Bei den Männern gibt es natürlich passenderweise Cowboys.

Und einen Butler der am Waschbecken ein paar Drinks einschenkt.

So genug Toilettenkram, es wird Zeit zum weiterfahren.

Hinter Tortilla Flat ist die Straße wieder gepflastert und wir kommen schneller voran.
Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir die Ghosttown Goldfield. Schade, dass es schon wieder so spät ist. Hier hätten wir uns auch gerne noch ausführlicher umgesehen.

OH, es hat schon alles geschlossen. Na ja, dann müssen wir hier definitiv nochmal herkommen.
Der Sonnenuntergang ist auch heute wieder wunderschön - hach ich liebe Sonnenuntergänge!

Am Ende der Ghosttown findet gerade ein Fotoshooting statt und wir beobachten eine ganze Weile das Set - vor allem Melina, die keine Folge von GNTM verpasst, ist sehr interessiert.
Die nächsten Meilen geht es immer der untergehenden Sonne entgegen und wir erreichen ziemlich schnell Apache Junction.

Die restliche Strecke bis zur Arizona Mills Mall versinkt in Dunkelheit. Schade, schon wieder ist ein Tag fast vorbei - warum rast die Zeit nur immer so?!
Gegen 18.30 Uhr sind wir da.

Da es sich mittlerweile bewährt hat, trennen wir uns auch heute wieder.
Wir Mädels wollen zuerst in den Marshalls denn Melina braucht gaaaanz dringend neue Masken. Oh, die haben hier ja richtig schöne Schuhe! Die rosefarbenen von Michael Kors sind so richtig bequem aber die Mädels finden sie sehr gewöhnungsbedürftig - menno, also gut, dann eben nicht. Auch Uggs sind hier auf 75 $ reduziert nur leider nicht mehr in unserer Größe da.
Wir schauen uns noch etwas um aber kaufen letzendlich doch nur Melinas Masken.
So, wohin jetzt? Oh ja, schräg gegenüber ist Bath and Bodyworks, da waren wir diesen Urlaub ja noch gar nicht. Markus ist auch schon drin und sucht sich einen Duft für die Autospender aus. Wir nehmen verschiedene Handscentebles zum Austauschen mit und auch für Michelle noch einen Autospender. Das Zeugs ist wirklich klasse, riecht 1000 mal besser und dezenter wie diese ekligen Duftbäumchen in Deutschland.
Außerdem kaufe ich noch verschiedene Cremes und Minikerzen für die Adventskalender der Kinder. Na, das hat sich doch mal gelohnt!
Als nächstes entdeckt Melina den Victoria Secrets - na der kam ja diesen Urlaub auch noch viel zu kurz!
Melina findet auf Anhieb mehrere Oberteile, die ihr gefallen und das sogar in der richtigen Größe, das wurde dann ja auch mal Zeit. Ich weiß gar nicht wie lange wir zuhause danach gesucht haben! Das Beste: es passt wie angegossen - perfekt! Da die Unterhosen hier auch im Angebot sind, 5 Stück für 28 $, sucht sie sich davon noch ein Set zusammen während ich 5 Stück für unsere Große zu Hause aussuche. An der Kasse bekommen wir dann noch eine Victoria Secret Tasche geschenkt - fein, Suche erfolgreich beendet!

Nur ein paar Geschäfte weiter ist zur Freude der Kinder noch ein Ross Dress for Less. Auch hier gibt es mehrere tolle Schuhe aber die weißen, wirklich sehr schönen AirMax haben sie auch hier nicht mehr in unserer Größe - irgendwie wollen uns die Schuhe heute nicht.
Nur Lissy entdeckt noch eine Jeans die ihr gefällt und noch dazu super sitzt für unschlagbare 13 $!
Während Melina schon mal zu Levis vorgeht, will Lissy erst einmal im Süßigkeitenladen nebenan ein paar Gummibärchen kaufen.
Als wir zu Levis kommen hat Melina die Zeit natürlich genutzt und schon eine schöne olivefarbene Jeans gefunden, die ihr passt. Da auch hier gerade Sale ist, zahlen wir nur 39 $.
So, eigentlich wollte ich ja noch zu Torrid aber wir haben keine Map gefunden und so bummeln wir einfach ziellos noch etwas herum.
An einem Tiergeschäft stolpern im Schaufenster einige Hundebabys übereinander. Hm, die sind ja wirklich süß aber in so engen Glaskäfigen finde ich das schon Tierquälerei.
Um die nächste Ecke liegt der große Foodcourt. Direkt davor stehen riesige Kakteen aus Lego.

Dahinter schließt dann das Rainforest Cafe an. Oh, und da ist ja auch mein Torrid!
Die Mädels parke ich im Rainforest und so kann ich mich ganz in Ruhe in meinem Laden umsehen. Hm, nö, hier gefällt mir dieses Mal absolut gar nichts! Alle Farben sind total dunkel und die Klamotten echt häßlich. Na gut, dann schaue ich mir auch lieber das Rainfores Cafe an. Das ist wie immer schön bunt, mit viel Urwald, umherschwimmenden Fischen und einem sprechenden Baum mitten im Laden.
Als aus einem Teich neben uns mit einem lauten Fauchen ein Krokodil aus dem Wasser schießt, erschrickt sich Melina so sehr, dass sie fast ins Wasser fällt.

Meine Gopro kapituliert - alle Akkus sind leer. Naja, heute gab es ja auch so einiges zum Filmen.
Langsam schließen die Geschäfte und wir schlendern in Richtung Ausgang. Was für ein riesiger Halloween City - was verkaufen die eigentlich in der restlichen Zeit des Jahres?

Um kurz nach 21 Uhr treffen wir uns mit Markus am Ausgang. Er hat nur ein paar neue graue Nikes an - sonst hat er nichts gefunden. So langsam wird er mir unheimlich! Wahrscheinlich hält er sich extra zurück weil ich ihn schon kaufsüchtig genannt habe. Na mal sehen ob er sich morgen im Outlet auch zurückhalten kann!
So, jetzt checken wir aber erst einmal im Ramada ein, das praktischerweise direkt gegenüber der Mall liegt.
Übrigens ist das Ramada hier das erste Motel, das uns eine 50 $ Kaution auf unserer Kreditkarte blockt. Dabei ist es gerade hier ziemlich unwahrscheinlich, dass etwas mitgenommen wird. Die Kaffeemaschine ist winzig, der Föhn an der Wand befestigt und die Einrichtung wird wohl kaum einer wegtragen. Muss man nicht verstehen.
Ansonsten gefällt uns das Zimmer sehr gut, auch hier gibt es wieder Laminat statt Teppichboden. Wenn es nach mir ging, könnten sie das in jedem Motel einführen.

Jetzt erst mal schnell was futtern. Wir plündern unsere Kühlbox und räumen das Auto leer.
Aber heute ist noch nicht Schluß mit lustig. Wir haben noch mehr vor - also alle Mann wieder ins Auto!
In nur 15 min sind wir in der Downtown Phoenix. Um 22 Uhr ist es hier wie ausgestorben. Wir parken an einer Parkuhr direkt neben der Polizeistation, na da kann ja nichts mehr schief gehen.
Außer uns ist niemand auf der Straße unterwegs, schon ein bißchen gruselig. Alle Fußgängerampeln springen sofort auf grün, so als hätten sie nur auf uns gewartet.
Da ist ja auch schon das gesuchte Hard Rock Cafe.
Auch im Cafe sind wir komplett allein - keine Gäste und keine Angestellten! Was ist denn hier los?

Wir schauen uns in Ruhe um und Markus sucht im Shop nach einem schönen T-Shirt für seinen Kollegen. Mittlerweile ist doch tatsächlich ein Mitarbeiter wie aus dem Ncihts aufgetaucht. Huch, wo kommt der denn auf einmal her?
Ich finde noch Michelles gewünschten Hoodie und außerdem noch 3 Pins für uns, Susi und Markus Vater.
Dank meiner ADAC Karte bekommen wir noch 10 % Rabatt. Da der Verkäufer den Code von der Karte nicht einlesen kann, gibt er uns eine 15 % Military Rabatt - das ist ja noch besser - hier kaufen wir öfter ein!

So, jetzt aber nur noch zurück zum Hotel, wir sind alle ganz schön fertig von dem wirklich langen Tag.
Noch schnell die Fotos von heute sichern und etwas surfen.
Um 23.30 Uhr geht das Licht aus.
Gute Nacht!

Wetter: sehr heiße 38 Grad, kaum Wind, ein paar Schleierwölkchen - das perfekte Badewetter!
gefahrene Kilometer: 480 Kilometer
Highlight des Tages: der Apache Trail
Hotel: Ramada Tempe at Arizona Mills Mall
Preis: 75,64 €
Hotelbewertung: gut gelegenes Hotel, direkt gegenüber der Mall die fußläufig erreicht werden kann. Laminatboden, sehr sauber. Frühstück ist auch bestens. Auch hier würden wir wieder übernachten.